Meine Erreichbarkeit bis 24. März 2010:
58/138 Petchakasem Road, Soi 6
Hua-Hin, Prachuap Khiri Khan
Thailand, 77110

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Mobile-Thailand: +66-87-530-7317
Skype-Name.........:Max Lehmann

Tagebuch eines rasenden Reporters

Den vergangenen Winter 2008/09 habe ich erstmals in Thailand verbracht und ich erlebte eine einmalige Zeit in einem Land, in dem alles anders ist: die Sprache, das Aussehen und die Lebensphilosophie der Thais, der Buddhismus, die Lebensmittel wie in einem Schlaraffenland, die vielfältige Blumen- und Pflanzenpracht Für den kommenden Winter habe ich mir ein Haus zwischen Hua-Hin und Cha-Am gemietet. Im vorliegenden Tagebuch berichte ich über meine neuen Erlebnisse der buddhistischen Jahre 2552 / 2553.

Mi, 24. März 2010: Bin wieder in der Schweiz — Mein Rückblende auf 4 Monate Thailand Bangkok: 25-37°C
Basel: 8-17°C

Nach einem unspektakulären 12-Stunden-Flug mit einer A340-600 der Thai Airways bin ich um 06:20 Uhr wohlauf in der Schweiz gelandet. Da der Schweizer Zoll mich in Ruhe liess, sass ich bereits 07:04 im Schnellzug nach Basel, wo mich mein Freund Renato am Bahnhof abholten. Da ich viel zu früh war, musste ich den armen Renato aus dem Bett holen.

Als Abschluss dieses "Tagebuches eines rasenden Reporters" mache ich einen kleinen Rückblick auf meine 4 Monate Thailand.

Die letzten Wochen habe ich in Hua-Hin verbracht und von weitem die unerfreulichen Geschehnisse in Bangkok verfolgt. Da die Presse und auch das Fernsehen in Thailand unter Kontrolle der Regierung stehen, waren alle offiziellen Informationen mit Vorsicht zu geniessen. So wurde seit Tagen der Tod eines hohen Polizei-Beamten minutiös verfolgt. Keine Sentimentalität blieb verborgen. Es entstand der Eindruck, als wenn man die "Rothemden" für dessen Tod verantwortlich machen möchte.
(Bem: Zensur hat auch in Thailand System. Die Presse und eben das Fernsehen werden überwacht. Auch im Internet werden gewisse Seiten, meist erotischer Natur, durch thailändische Behörden zensuriert und können nicht aufgerufen werden.)

Die Rothemden hingegen berichteten logischerweise aus ihrer Sicht. Pat gehörte dieser Gruppierung an und erhielt übers Handy immer wieder die "neuesten Informationen". Schreckliche Dinge hörte ich da jeden Tag. "Alle Strassen seien durch die Polizei besetzt. Man brauche 10 und mehr Stunden, um von Hua-Hin nach Bangkok zu gelangen. Von Bangkok zum Flughafen, normal 30 Minuten, brauche man mindestens 4 Stunden". In der Realität haben wir am vergangenen Montag, als wir von Hua-Hin nach Bangkok fuhren, keinen einzigen Stau erlebt. Die einzige Polizei-Kontrolle galt den Lastwagen. Der Weg auf den Flughafen zu meinem Rückflug war ebenfalls nicht erschwert. In 30 Minuten waren wir dort, wobei wir 2 Checkpoints mit schwerbewaffnetem Militär durchfahren mussten.

Dank Internet war ich recht gut durch die Schweizer, Deutsche und auch Österreichische Presse informiert, obwohl in Deutschland und Oesterreich die Missbrauchsvorwürfe an die katholische Kirche Schwerpunkt der Berichterstattung bildete.

Wie habe ich die 4 Monate in Thailand verbracht? Anfänglich spürte ich schon etwas die Nachwehen meiner Operation und war nicht allzu fit. Meine Puste machte sich oft unangenehm bemerkbar und schränkte mich in der Bewegungsfreiheit ein. Dazu kam das Missgeschickt mit der Schlange resp der daraus resultierenden Oberschenkel-Zerrung/Muskelfaserriss, die mich bis weit in den Januar wie ein alter Mann herumhumpeln und aussehen liess. Aber dann ging es aufwärts. Ende Februar holte ich erstmals mein Mountain-Bike auf die Strasse. In der Zwischenzeit habe ich zwar keine 1'000 km gefahren, aber immerhin 230 km auf Stollenpneus. Ich fühle mich bereit für weitere Taten in der Schweiz und anschliessend in Istrien und der Toskana.

Ich war mehrmals in Bangkok, traf dort im November erstmals Rosemarie und Reinhold Böschenstein (ex-Istrien, Fuerteventura, Zürich) im Hotel Marriott in Bangkok zu einer Abendflussfahrt auf dem Chao Phraya, dann besuchte ich mit Pat an ihrem Geburtstag die Schulhausparty ihrer ehemaligen Klasse. Wir waren Gast bei der Hochzeit der Nichte von Pat von Sarina mit ihrem It, machten mehrere Tagesauflüge rund um Bangkok, die einzigartige Eindrücke hinterliessen.

Zusammen mit Pats Freunden und Freundinnen aus der Schulzeit machten wir mehrtägige Reisen in den Norden von Thailand an die burmesiche Grenze und auf dem Srinakarin Lake in einem Hausboot. Den sogenannten Visa-Trip, ich musste spätestens nach 3 Monaten Thailand verlassen, um ein neues Visum zu erhalten, führte mich nach Laos. Mein Eindruck von Laos war etwas gespalten. Ich fand nicht das erwartete Land des Lächelns mit den wunderbaren Tempeln. Alles war sehr ärmlich. Das Innere der Tempelanlagen war prunkvoll gestaltet, aber im Aeusseren fehlte der strahlende Glanz, den ich erwartete und aus Thailand kannte. Kambodscha mit Angkor Wat aus dem letztjährigen Visa-Trip hat mir besser gefallen. Vielleicht war ich aber auch schlecht drauf.

Gegessen habe ich wie ein Fürst. Zwar nicht auf einer goldenen Tafel, aber mit geschmackvollen, leckeren Speisen in kleinen Restaurants oder in Strassenküchen, ein paar Mal auch zu Hause. Schon aus dieser Sicht ist Thailand eine Reise wert. So waren ich mehrmals auf dem Night-Market, wo wir zu zweit für 3 Euro je einen "Pad Thai" (thailändische Nudelspezialität) und einen Bananen-Shake genossen haben. Wie es so bei mir ist, konnte ich ohne Einkauf nicht nach Hause: ein oranges Leinen-Hemd für 8 Euro hatte es mir angetan.

Im März waren Pat und ich mehrere Male bei den Böschensteins, die in der Zwischenzeit via Australien und Neuseeland ebenfalls in Hua-Hin gelandet waren und zwar durch unsere Vermittlung in dem Haus, das ich für die kommende Saison ab 1. Nov. 2010 gemietet hatte. Wir haben dort einige Mal im grossen Swimmingpool gebadet und uns abgekühlt, bevor wir fein Essen gegangen sind. Es ist ein wunderbares Heim mit zwei grossen Terrassen. Wir liessen es uns nicht nehmen, den Edo und die Danica in Zbanday aus dem Winterschlaf zu wecken. Dieser Winter hatte den Istrianern durch ungewohnten Schneefälle stark zugesetzt.

Meine Mobilität wahrte ich durch einen gemieteten Yamaha-125ccm-Roller, oder durch den Limousinen-Service zwischen Bangkok und Hua-Hin à 180 Baht (SFr. 6.-- resp. €4) die Strecke von 240 km, oder in Pats-Auto, wenn sie mich in Hua-Hin besuchte. Mit dem Links-Verkehr hatte ich auf dem Roller gar keine Probleme, und mit dem Auto nur, wenn es eng wurde. Im Linksverkehr sitzt der Fahrer auf dem rechten Fahrersitz. Aus diesem Blickwinkel aber hatte ich Probleme mit dem Augenmass für die Breite des Fahrzeuges. Ich musste mich damit abfinden: im Rechtsverkehr (in Europa) habe ich die Fahrzeug-Breite und damit auch den Abstand zum Hinderniss voll im Griff, aber auf dem rechten Fahrersitz im Linksverkehr wegen des ungewohnten Sichtwinkel der beiden Augen spinnten meine Schätznerven.

In den 4 Monaten habe ich wiederum viel fotografiert und dabei manch neue Erfahrung gesammelt. Die diesjärigen Fotos sind aus technischen Gründen um Welten besser als die letztjährigen. Ich hatte mir als Ziel gesetzt, das Thema "Markt und Strassenküchen" sowie die "HDR-Technik" in den Griff zu bekommen. In der HDR-Fotografie habe ich die Mehrheit der Fotos, meist aus der Hand, mit der Funktion "Serienbilder mit wechselnder Blende" aufgenommen oder dort, wo es zuviel Bewegung hatte, habe ich das RAW-Format eingesetzt und die Bilder mit Pseudo-HDR verfeinert. Zur Optimierung verwendete ich je nach Bild-Qualität den Photoshop, Photomatix und Artizen.

Negatives gibt es eigentlich nichts zu berichten, wenn man einmal von der kurzfristigen Ausladung von der Hochzeit von Nina und Tuj absieht. Im Moment habe ich mich tödlich geärgert, aber im Nachhinein muss ich mir eingestehen, dass ich von diesem Bösewicht nichts anderes erwarten durfte.

Sa, 20. März 2010: Meide USA, denn dort kommst ohne Verurteilung für immer hinter Gitter Hua-Hin: 25-36°C

Ueber 30 Staaten u.a. Deutschland haben ihren Angehörigen empfohlen, Thailand wegen der seit 10 Tagen herrschenden Unruhen zu meiden. Ich meine, es ist gefährlicher nach den Vereinigten Staaten zu reisen, denn:

Betr. Schliessung Guantanamo berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag, 19. März: "48 Guantanamo-Insassen sollen für immer hinter Gittern verschwinden, weil sie als gefährlich gelten, obwohl für eine Verurteilung vor einem Zivilgericht keine ausreichenden Beweise vorliegen".

Ob da nicht eher die obersten Verantwortlichen der Amerikaner hinter Gitter gehören? Für mich ein himmelschreiender Skandal.

Fr, 19. März 2010: Geldbezüge in Thailand — Symantec stellt meinen Norton ab — Rückflug am 24. März Hua-Hin: 25-36°C
Do, 11.-15. März 2010: Rothemden marschieren auf Bangkok Hua-Hin: 25-36°C
Sa, 6.-10. März 2010: Impressionen aus Thailand — Demos in Bangkok - Bangkok abgeriegelt Hua-Hin: 25-35°C
Mo, 1.-2. März 2010: Erste Ausfahrt mit dem Rad — Der Verrückte hat wieder zugeschlagen Hua-Hin: 25-32°C

Am Montag, 1. März bin ich zum ersten Mal seit dem vergangenen Sommer wieder auf's Rad gestiegen. Nur 20 km auf ebener Strecke mit einem Trink-Halt bei Reinhold. Ich muss gestehen, meine Kondition und auch meinen Kreislauf muss ich langsam wieder an die frühere Belastung heranführen. Mein Körper muss üben.

Es gibt viele Verrückte auf dieser Welt. Einer davon ist der der Lybier Ghadhafi, ein anderer hat heute Dienstag, 2. März wieder zugeschlagen. Ich meine den "Hausherrn" vom letzten Jahr oder um in der Harry Potter-Sprache zu schreiben "Der, von dem man nicht spricht". Er hat mich und Pat nämlich 2 Tage vor der Hochzeit seiner Stieftochter Nina ausgeladen. Er selber hatte nicht den Mut, mir das selber zu sagen, sodern seine Frau Usa vorgeschickt. Diese Ausladung hat mich schwer getroffen und aufs massivste enttäuscht, denn ich habe mich auf diese buddhistische Hochzeit von Nina gefreut. Pat und ich haben uns für diesen Anlass wunderbare Kleider schneidern lassen. Damit Nina nicht unter dem Entscheid dieses Despoten allzu sehr leidet, habe ich Ihr unser Hochzeitsgeschenk zukommen lassen, und wünsche Ihr und Ihrem Mann Tuy von hier aus alles Gute.

Der Gipfel an Geschmacklosigkeit war, dass er hinter meinem Rücken Pat mitteilen liess, sie sei an der Hochzeit ohne Max herzlich willkommen. Pat hat entsprechend reagiert.

Aus Frust habe ich mich am späten Nachmittag mit dem Bus nach Bangkok abgesetzt, um bis am Wochenende dort zu bleiben. Auf der Fahrt hattte ich eine lustige Begegnung mit einem Chef de Service aus dem Hotel Sheraton in Hua-Hin. Wie bei den Thais üblich, wird man sofort nach der Herkunft gefragt: "Aus der Schweiz und Basel" antwortete ich ihm, worauf die für mich etwas überraschende Antwort kam: "Ohhhh Basel ist eine gute Fussball-Mannschaft. Ich sah sie in der Champions-League". Ich lehnte mich zurück und erinnerte mich vor 1 Jahr, als ich das Spiel FC Basel - FC Barcelona mindestens 5x sah, wobei dem kleinen FC Basel in Barcelona mit 1:1 eine kleine Sensation gelang. Trainer war damals noch Christian Gross, heute erfolgreich beim VfB Stuttgart.

Fr, 26. Feb. 2010: Polizei-Kontrolle Hua-Hin: 25-32°C
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Meine Polizei-Busse
über 200 Baht

Vor wenigen Stunden habe ich die Information über den Gerichtsfall Thaksin ins Netz gestellt und bereits holte mich die Vergangenheit resp. Zukunft ein. Ich kam nämlich auf der Hauptstrasse ins Städtchen Hua-Hin in eine beidseitige Polizei-Kontrolle: Alle Fahrzeuge und alle Insassen wurden überprüft. Auch ich, meinen internationalen Führerschein und die Versicherung. Der entsprechende Versicherungs-Kleber fehlte eigenartigerweise auf meinem gemieteten Roller. Beim Mieten des Yamaha Rollers habe ich noch darauf geschaut. Jemand muss ihn mir ab dem Roller gestohlen und damit Geld gespart haben. So erklärte mir den nette thailändische Polizist in gutem verständlichen Englisch, ich müsse eine Busse bezahlen: 400 Baht (=SFr. 12.-- resp. €8). Nachdem ich ein wenig mit ihm nett gesprochen habe, reduzierte sich der Betrag um die Hälfte, den ich in den nächsten 7 Tagen auf dem Polizei-Büro in Hua-Hin zu bezahlen habe.

Der thailändische Ex-Premier Thaksin Shinawatra hat seinen Anteil am Familienbesitz verschleiert und sein Firmenimperium durch politische Entscheidungen begünstigt. Zu diesem Schluss kam heute Freitag das Oberste Gericht in Bangkok nach einer mehrstündigen Urteilsverlesung. Ihm wird ein grosser Teil seines zurückbehaltenen Vermögens, nämlich 1 Mia Euro konfisziert. Thaksin soll u.a. eine Politik betrieben haben, durch die seine Anteile an einer Telephon-Company massiv profitierten.

Die Regierung befürchtet Unruhen, die das tief gespaltene Land erneut in politisches Chaos stürzen könnten. Der Ex-Premier ist immer noch bei einem grossen Teiler der ärmeren Bevölkerung (Mittelstand und Landbevölkerung) höchst populär.

Beurteilung meiner Situation: Nach meiner Meinung besteht kein Grund zur Sorge, denn etwaige Unruhen werden sich im Regierungsviertel von Bangkok entwickeln und ich wohne 240 km südlich von Bangkok in Hua-Hin.

Do, 25. Feb. 2010: Geschichten aus Thailand — Jetzt wird es nochmals heiss in Thailand Hua-Hin: 25-32°C
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Ein Schweizer Taxi?

Unweit des Night-Markets von Hua-Hin habe ich diesen Taxi-Driver entdeckt. Es tut gut, wenn man ein Schweizer-Zeichen sieht, auch wenn der Fahrer nicht wusste, was er auf dem Kopf trug. Man sieht unzählige Schweizer Zeichen in Thailand, weil sie das Schweizer Kreuz anstelle des Roten-Kreuz für Spitäler und Ambulanzen benutzen. (Man merke sich: Unser Kreuz ist weiss, im Gegensatz zum "Roten Kreuz")

Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, für die Thais ist das Essen neben dem Shopping eines ihrer Lieblingsbeschäftigungen. Es ist unmöglich an einem Lebensmittelladen oder Verkaufsstand vorbei zu schleichen, ohne dass sie etwas zum Essen kaufen müssen, auch wenn man eben aus dem Restaurant gekommen ist. Die Thai-Fabrikanten nützen dies weidlich aus. Sie sind Weltmeister in Mogelpackungen und bieten diese Leckereien für wenig Geld an. Oft ist nämlich die Packung schwerer und teurer als der Inhalt. So entdeckte ich kürzlich eine recht stabile Packung mit "2 Heidelbeer gesüssten Salzstengel à je 3 mm Durchmesser". Oft sind die Packungen recht voluminös, wenn man sie aber öffnet, entweicht zuerst Luft und dann findet man noch etwa 5-10 Kartoffel-Chips.

Ich gehöre zu den privilegierten, nicht weil ich in den Augen der Thais unermesslich reich bin, sondern weil ich Essbesteck in massiver Ausführung gekauft habe. In Thailand findet man nämlich in jedem Haushalt oder Restaurant nur die aus Blech gestanzten Löffel und Gabeln. Meist sind sie nach kurzer Benutzungszeit verbogen, denn sie ertragen keinen Krafteinsatz.

Jetzt wird es nochmals heiss in Thailand

Eine kurze Notiz in der Zeitung, aber mit explosivem Inhalt: "Der gestürzte Ex-Premier Thaksin ist die Symbolfigur des politischen Konflikts in Thailand. Am 26. Feb. entscheidet das Oberste Gericht, ob sein Milliardenvermögen konfisziert wird. Der Vorwurf: Er habe sich das Geld unrechtmäßig angeeignet. Thaksin bestreitet das."

Falls das Gericht dem Einzug des Milliardenvermögens zustimmt, dann wird es heiss in Bangkok, denn er ist immer noch sehr beliebt. Rund die Hälfte der thailändischen Bevölkerung bekennt sich als "Rothemden" zu Thaksin, der im Exil lebt.

Die aktuelle Regierung hat für die Gerichtsentscheidung höchste Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Mehr als 20'000 Polizisten und Sicherheitskräfte sind im Einsatz, die Armee ist in Alarmbereitschaft. Es wird mit Protesten der Thaksin-Anhänger gerechnet. Bei der letzten großen Protestaktion der Rothemden im April vergangenen Jahres hatte es schwere Ausschreitungen gegeben. Die gut organisierten Rothemden wollen jedoch erst am übernächsten Wochenende demonstrieren und dann eine Million Menschen auf die Straße bringen.

Meine Meinung: Aus egoistischer Sicht hoffe ich, dass sein Vermögen nicht eingezogen wird, denn wenige Tage nach den erwarteten Protestdemos wollte ich in die Schweiz zurückfliegen .... und nicht als gestrandeter Tourist in Thailand herumhängen

Was wäre ich ohne Internet?

Was wäre ich hier in Thailand ohne Internet-Anschluss? Dies musste ich letztes Jahr erfahren, als mein "Hausherr" mir den Anschluss kappte. Heute kann ich mich via SIM-Karte jederzeit auf eine der Zeitungs-Seiten schalten und nachlesen, was in Old-Europe passiert ist. Ich bin üblicherweise zwar kein BLICK-Leser, aber die Internet-Seite dieser Zeitung mit den grossen roten Buchstaben ist lesenwert. Zu meinen Favoriten zählen aber auch die "Basler-Zeitung", der Deutsche "Spiegel" und so nebenbei auch der "Wiener Kurier", weil mich die Meinung der Oesterreicher über die Schweizer Ski-Erfolge interessierte. Ich kann aber auch bei gutem Internet-Empfang die Heimatklänge der Schweizer Radiosender empfangen.

Mi, 17.-22. Feb. 2010: Thailändische resp. buddhistische Hochzeit von Sarina und It Bangkok: 27-36°C

Ich war schon immer ein interessierter Mensch. Wenn in New York die Sirenen der Feuerwehr-Autos durch die Häuserschluchten heulten, dann hielt mich nichts im Hotel zurück. Es ist zwar ein schlechter Vergleich, aber für die nächsten Tage war die Hochzeit von Sarina mit ihrem It angesagt. Sarina ist eine Nichte von Pat, weshalb auch ich wie ein Ehrengast eingeladen war. Typisch thailändisch war auch, dass man das genau Datum bis zuletzt nicht kannte. Es gab keine schriftlichen Einladungen. Alles wurde via Mobile-Telefon und Flüsterpropaganda weitergeleitet.

Also reiste ich am Mittwoch, 17. Feb. genügend früh nach Bangkok, wie gewohnt mit dem Kleinbus.

Am Samstag war es dann soweit. Am frühen Morgen sollte im Haus der ältesten Schwester von Pat die buddhistische Zeremonie stattfinden und am Abend im Colour Living Hotel die Party, sprich Dinner mit Karaoke.

Aber unverhofft begann alles bereits 1 Tag früher, als ein Mobile-Anruf alle Familien-Mitglieder zusammenrief, denn aus Australien ist die Brautmutter eingetroffen. Aus dem kleinen Treffen wurde eine längere Nacht mit Poker-Spiel, das die Thais ja so lieben. Ich habe lange zugeschaut, aber die Regeln nicht restlos herausgefunden. Jeder Mitspieler erhält 2 Karten und dann auf Wunsch in einem nächsten Umgang 1 weitere Karte. 9 Punkte war das höchste, dann folgten 8 und 7 als nächsthöhere Werte. Wie dann aber bezahlt resp. ausbezahlt wurde, blieb für mich ein Rätsel. Aber lassen wir es. Mann muss als Farang (=Fremder) auch nicht alles verstehen und vorallem beherrschen.

Die anschliessende Nacht auf den Samstag war für mich eine fast normale Nacht. Ich war ein Fremder, ein Gast, der sowieso nichts verstand. Ich brauchte erst um 7 Uhr aufzustehen, denn die Mönche seien um 8 Uhr bereit. Da aber für das Fest nichts vorbereitet war, mussten Pat und ihre Sohn bereits um 4 Uhr aus den Federn, um für die erwarteten 10 Mönche zu kochen und alles im Hause der Schwester bereitszustellen.

Um 7 klingelte der Wecker. Ich machte mich bereit und wartete, bis Pat einiges nach 8 Uhr eintraf. Was war passiert? Wir haben alles um 1 Stunde verschoben, meinte sie, und als Kleidung würden für mich die Jeans mit Lederbesatz und dem blauen Camel-Hemd reichen.

Buddhistische Zeremonie an der Hochzeit von Sarina und It
Feinste Leckereien für die Mönche
Buddhistische Zeremonie
 
Austausch der Eheringe
Knüpfen der Freundschaftsknoten

Als wir endlich im Hause von Pats Schwester eintrafen, Pat natürlich gekleidet wie eine Dame aus bestem Hause mit Goldfäden besticktem Top, waren die 10 Mönche bereits am Verschlingen der feinen Speisen, die man Ihnen zubereitet hatte. Es waren mindestens 15 verschiedene Leckereien. Jetzt weiss ich auch, warum viele der Mönche rund wie ein Buddha aussehen: das feine exzellente Essen, denn für die Gläubigen ist es eine Ehre, den Mönchen nur das beste anzubieten. Das Uebriggebliebene essen dann die Gäste .... so auch wir, die wir etwa um 9 Uhr eintrafen.

Aber vor dem Essen gab es noch die buddhistische Zeremonie. Ich kenne langsam den Ablauf, aber diese war für mich enttäuschend, weil die Mönche zwar lange und gemütlich assen, aber dann ein buddhistisches "Quicky" ablieferten und sich nach vielleicht 30-45 Minuten zur nächsten Zeremonie aufmachten. Und jedesmal recht viel Geld einkassierten.

Die Thais störte dies nicht, oder sie liessen es sich nicht anmerken, dass sie sich darüber ärgerten. Denn nun konnte man die übriggebliebenen Leckereien der Mönche essen. Und dann sah ich die erste traditionelle Handlung, als die Mutter des Bräutigams der Mutter der Braut resp. der Braut Sarina eine Schale mit Geld (es waren 100'000 Baht (=SFr. 32'000 resp. €22'000) als Mitgift und die beiden goldenen Eheringe überreichte. Fotogerecht wurden sie dann gegenseitig übergestreifft. Dann noch die Freundschaftsbänder geknüpft, wie ich es auf meiner Chiang-Ray Reise auch erlebte.

Anschliessend verabschiedete man sich, bis um 16 Uhr die Vorbereitungen von Pat für die Party resp. das Dinner begannen. Sie hatte sich ein enganliegendes violettes Party-Kleid machen lassen, wie ich es bis anhin nur aus dem Fernsehen kannte, wenn TV- und Filmstars mit dem Oscar geehrt werden. Meine Vorbereitungen begannen erst später, denn an mir kann man mit Schminke nicht mehr viel verbessern. Es genügte eine feine Dusche um 18 Uhr. Und als Begleiter, ich sagte spasseshalber als Bodyguard, trug ich weisse Hosen und ein silber-grau kariertes Seidenhemd.

Bilder von der Hochzeit zwischen Sarina und It
Brautpaar Sarina und It beim Karaoke
Max und Pat
 
Karaoke
Uebergabe der Braut an den Bräutigam

Ueblich ist auch in Thailand, dass das Brautpaar vollkommen in weiss daher kommt. Unsere beiden haben sich etwas anderes einfallen lassen: Sie trug ein hübsches beiges Cocktail-Kleid und er einen enganliegende silber-grauen Anzug, wie man es im Fernsehen bei den thailändischen Popstars sieht. Bei den übrigen Gästen sah man alles: typische Thai-Kleider, Cocktail-Kleider und auch Jeans. Als Essen gab es ein feines Büffet, dessen Schärfe auch für meinen Gaumen problemlos zu bewältigen war. Ich muss gestehen, dass eine Dame beim Buffet stand und mich vor den "spicy" Leckereien warnte.

Was an keinem Fest fehlen darf, Karaoke, wurde sofort von den Gästen in Beschlag genommen. Es ist für einen Europäer unvorstellbar, was da abläuft. Da reissen sich jung und alt, um ab Playback vom Computer eines ihrer Lieblingslieder zu singen. Auf einem solchen Computer, vom Hotel gestellt und bedient, sind Hunderte wenn nicht Tausende von Songs aus aller Welt gespeichert. Wie es sich als Farang gehört, habe auch ich mich auf die Bühne gewagt und "Let it be me" und etwas später den Beatles-Song "Yesterday" gesungen. Ich denke, es hat für Europäer-Ohren schrecklich getönt, aber die Thais waren begeistert.

Was um 19 Uhr begann, endete um 22 Uhr. Vielleicht war dies auch besser so, denn die Thais sind eifrige Whisky-Trinker und leeren Unmengen davon in sich hinein, auch wenn sie es mit Sprudel und Eis verdünnen. Man begab sich aber nicht sofort nach Hause, sondern zum Zimmer des Brautpaares im 11. Stock, wo in einer thailändichen Zeremonie die Braut-Familie ihre Sarina dem Bräutigam It mit den besten Wünschen und vielen Ratschlägen übergab. Nun durften sie offiziell ......... und wir auch.

Mo, 15. Feb. 2010: Hintergrund-Information: So hinterzieht der Deutsche Steuern Hua-Hin: 25-33°C

(Bericht aus der Berner Zeitung vom 15. 2. 2010)

Viele von uns diskutieren und ärgern sich über etwas, kennen sich aber in der Materie nicht aus. Ich habe durch Zufall diesen Zeitungsartikel gefunden und möchte ihn Euch nicht vorenthalten. Nun wisst auch ihr, um was es geht.

In Deutschland werden die Steuern dem Arbeitnehmer direkt vom Lohn abgezogen. Wie können nun die Deutschen bei diesem System in angeblich grossem Stil Steuern hinterziehen? Und: Welche Steuern werden hinterzogen?

Wenn deutsche Lohnempfänger ihr Erspartes auf eine Schweizer Bank bringen, dann zur Umgehung der Abgeltungssteuer von hohen 25 Prozent. Diese wird nicht nur auf Zins- und Dividendenerträge, sondern auch auf Kursgewinne erhoben.

Um es vorwegzunehmen: Deutschland kennt im Unterschied zur Schweiz keine Vermögenssteuer. Deponieren Deutsche ihre Gelder in Luxemburg, Österreich oder in der Schweiz, geschieht dies nicht zur Umgehung der Vermögenssteuer, sondern höchstens zur Umgehung der Einkommenssteuer, die bei gut verdienenden Bundesbürgern bis 45 Prozent des Einkommens ausmachen kann.

Bis 90 Prozent Angestellte

Doch jene 80 bis 90 Prozent der Deutschen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, können ihr Gehalt dem Steuervogt kaum vorenthalten. Denn die Steuern werden direkt vom Lohn abgezogen. Die potenziellen Steuerhinterzieher sind deshalb bei den Selbstständigerwerbenden und bei den Grossunternehmern zu suchen. Insbesondere Personen, die international vernetzt sind, bieten sich Möglichkeiten, ihre Steuern zu hinterziehen. So können sie Zahlungen ausländischer Kunden direkt aufs Konto in der Schweiz überweisen lassen, ohne dass sie je in der Buchhaltung auftauchen.

Hohe Abgeltungssteuer

Auch Arbeitnehmer können der Versuchung erliegen, Steuern zu hinterziehen. Die Zinsen und Dividenden sind nämlich ebenfalls zu versteuern. Liegen nun die Vermögenswerte auf einer Bank in Deutschland, so muss der Steuerzahler sie nicht selber deklarieren. Gemäss Jörg Walker, Leiter Steuern der Treuhandfirma KPMG Schweiz, werden diese mit der Abgeltungssteuer erfasst. Diese Steuer wird an der Quelle, zum Beispiel bei einer deutschen Bank, zurückbehalten. Sie beträgt pauschal 25 Prozent.

Nicht zu verwechseln ist diese Abgeltungssteuer nach deutscher Art mit der Verrechnungssteuer nach Schweizer Art. Im Gegensatz zur Abgeltungssteuer wird die Verrechnungssteuer dem Steuerzahler in der Schweiz beim ordentlichen Deklarieren von Zinsen und Dividenden zurückerstattet.

Damit nicht genug: Der Abgeltungssteuer von 25 Prozent unterliegen auch Kapitalgewinne. Kauft man Aktien im Wert von 100'000 Franken und erzielt in einem tollen Börsenjahr einen Kursgewinn von 4000 Franken, so sind davon 1000 Franken dem Fiskus abzuliefern. In der Schweiz sind Kursgewinne steuerfrei (Man bekommt ja auch kein Geld zurück, wenn man Kapitalverluste macht.).

So kann es für Deutsche aus finanziellen Überlegungen Sinn machen, ihr Erspartes auf einer Schweizer Bank zu parkieren. Nicht wegen der Steuerbelastung auf Zinsen und Dividenden. Denn die 35 Prozent Verrechnungssteuer, die in der Schweiz auf Zins- und Dividendenerträgen abgezogen werden, können Deutsche nicht zurückfordern. Interessant ist die Vermögensanlage bei Schweizer Banken wegen der steuerfreien Kursgewinne. Und interessant sind Investitionen in Anlagefonds, deren Erträge nicht der Verrechnungssteuer unterliegen. Solche gibt es zuhauf.

Der Fall Zumwinkel

Doch bei manchen der deutschen Steuersünder liegt das Vergehen viele Jahre wenn nicht Jahrzehnte zurück. Wie Steuerexperten und Bankenvertreter bestätigen, stammt das in der Schweiz vorhandene Schwarzgeld häufig von Erbschaften, welche weit zurückliegen. Auch der ehemaligen Postchef Klaus Zumwinkel, dessen Fall vor zwei Jahren aufflog, verfügte in Liechtenstein über vererbtes Schwarzgeld.

Wer vor vielen Jahren solches Schwarzgeld geerbt hatte, tat sich häufig schwer, es nachträglich zu deklarieren. Sei es, weil man die Eltern nicht desavouieren wollte, sei es, weil man dem Anreiz nicht widerstehen konnte, Vermögenserträge und Gewinne steuerfrei zu beziehen.

Mo, 1. - 12. Feb. 2010: 2 Tage in Bangkok — und Weiterfahrt nach Hua-Hin Bangkok: 26-34°C
Hua-Hin: 25-33°C

Die paar Tage in Bangkok benutzte ich unter anderem, um mich im "Pantip-IT-Shopping-Center" nach Computer-Software und -Hardware umzuschauen. Hier in Thailand sind die Hardware-Preise um einiges höher als in der Schweiz. Bei den Softwaren sieht es etwas anders aus. Man kann Schnäpchen finden.

Bereits 2 Tage nach der Rückkehr aus Laos resp. dem River-Kwai-Trip zog es mich wieder nach Hua-Hin. Aber es wurde eine Fahrt mit Hindernissen: Um 6 Uhr früh bin ich in Samut Prakan, einem Vorort von Bangkok, in den Taxi gestiegen, denn ich wollte dem Verkehr ausweichen. Aber Pech gehabt. Für die relativ kurze Strecke von 25 km bis zur Limo-Station beim Victory Monument in Bangkok habe ich 2 Std. 45 Minuten gebraucht.Trotzdem war die Taxifahrt vergleichsweise günstig und kostete mich nur 255 Baht (=SFr. 7.50 resp. € 5). Die Weiterfahrt nach Hua-Hin ging dann zügig. Ich konnte direkt in die 12-plätzige Toyota-Limousine umsteigen und ab gings die 240 km nach Hua-Hin (für 180 Baht), wo ich um 11:45 eintraf.

Nun war ich die ganze Zeit in Hua-Hin und habe hier das Leben, sprich die Ruhe und das Relaxen genossen. Ich komme immer wieder gerne nach Hua-Hin zurück. Hier fühle ich mich wohl. Die leichten Winde vom Meer her kommend, tun das übrige. Pat kam kurz mal als Ueberraschung für 2 Tage vorbei. Dann aber waren es Rosemarie und Reinhold Boeschenstein von Istrien (bei Edo) resp. ex Fuerteventura resp. Zürich, die am Morgen des 4. Februars von Neuseeland her kommend in Hua-Hin landeten und hier bis Ende März bleiben werden.

Ansonsten hat sich nicht viel erreignet. Vom Chinesichen Neujahrsfest am 14. Febr. habe ich nicht viel mit bekommen, was auch nicht erstaunlich ist, denn die Chinesen feiern diesen Anlass im Familienkreise und beschenken sich dabei fürstlich mit Gold. Wen wundert es, dass in den letzten paar Wochen alle Schmuckgeschäfte voller chinesischer Kunden waren.

In Thailand gibt es eine Spezialität, um die in Europa seit Jahren gerungen wird. Vorallem die europäischen Gewerkschaften stellen sich quer, weil sie eine Verschlechterung des Service befürchten: Es geht um die Privatisierung des Zahlungsverkehrs. Die Thailänder haben es bewiesen, die Privaten können es besser, als die staatlichen Organe, wenn das Umfeld stimmt und die staatlichen Einschränkungen wegfallen. Ein grosser Teil des Zahlungsverkehrs, d.h. Einzahlungen für Strom, Wasser, Versicherungen, Steuern, Radio/TV etc werden privat über die sog. "7eleven-Shops" abgewickelt. Diese Shops gibt es an jedem Strasseneck, auf den meisten Raststätten und Tankstellen. Die meisten haben 24-Stunden Oeffnungszeiten. Also ein Service, von dem wir in der Schweiz nur träumen dürfen. Wie oft stand ich in der Schweiz doch vor verschlossenen Türen, weil die Post erst um 15 Uhr für 2 Stunden öffnete.

Ein Lob meiner Fotoausrüstung

Sie hat mich nie im Stich gelassen und hat meine Anforderungen jederzeit optimal erfüllt. Wie froh war ich doch, keine Spiegelreflex mit div. Wechselobjektiven mit mir herumtragen zu müssen, auch wenn sie technisch mehr gebracht hätte. Aber ich war immer schussbereit! Und bei der Auswahl an schönen einmaligen Sujets hätte sie mir auch nicht helfen können.

Ich nutze zwei kompakte Kameras mit fest-eingebauten x-fachen Zoom-Objektiven, die ich je nach Situation mitnehme. Es sind dies die "Panasonic LUMIX DMC-FZ18" mit einem grossen 28-505 mm Zoom, die ich bereits vor einem Jahr bei mir hatte, sowie als neue Errungenschaft, die kompakte "Panasonic LUMIX DMC-FZ7" mit einem starken Weitwinkel-Zoom 25-300mm.

Ueberrascht bin ich von der kleinen LUMIX FZ7, die ich immer bei mir habe und sogar Platz in einem Camel-Hemd-Brusttasche hat. Sie macht fast alles automatisch und die Bild-Qualität ist hervorragend, oft besser als bei der FZ18. Ueber Photoshop muss ich höchstens das Bildformat anpassen, alles andere ist bereits optimiert. Leider stellt sie kein RAW-Format zur Verfügung, dafür beherrscht sie Serienbilder für Freihand-HDR-Fotos aus dem FF.

Auf Reisen und Fototouren sind beide Kameras bei mir, aber dann benutze ich hauptsächlich die grosse LUMIX FZ18. Mit ihr mache ich die speziellen Aufnahmen, seien es Bildreihen oder ab Stativ bei Nacht. Meistens benutze ich das RAW-Format, weil es auch bei schwierigen Lichtverhältnissen viele Details bereit hält. Den Blitz setze ich nur ungern oder ganz selten ein. Ich verabscheue die Blitzereien. Ich verzichte lieber auf ein Bild, als dass ich den Blitz einsetze.

Etwas hat sich in den vergangenen Jahren bestätigt. Die technischen Fortschritte in der digitalen Fotografie sind enorm und unabsehbar. Innert einem Jahr ist eine Kamera "veraltet" resp. bieten neue Kameras neue, unerwartete, erweiterte technische Möglichkeiten. So kann meine kompakte LUMIX FZ7 auch Videos in höchster Qualität aufnehmen, was bis vor kurzem undenkbar war.

Beinahe hätte ich es vergessen. Ohne meinen 15-Zoll-Medion-Notebook wäre ich verloren. Er ist bereits zum zweiten Mal in Thailand dabei. Ich brauche ihn, um die Fotos aufzubereiten und sie auch zu sichern. Ich habe mit Absicht keinen grossformatigen Notebokk gewählt, sondern einen mit grosser Leistungsfähigkeit, der in meinem Rucksack Platz hat und überall mitgenommen werden kann. Dazu habe ich 2 kleine kompakte USB-Magnetplatten à je 500 und 700 GB Speicherkapazität bei mir. Auf diesen liegen alle meine Programme und die Foto-Datenbank.

Mo, 29. Jan. - 31. Jan. 2010: Ausflug zum Srinakarin Lake oberhalb des River Kwai Srinakarin: 22-32°C

Kaum waren wir aus Laos zurück und in Bangkok wieder eingetroffen, stellten wir uns unter die Dusche, packten unsere Koffer neu und bereits 3 Stunden später sassen wir mit dem Schlafsack und einer Luftmatratze im Taxis zum Hafen von Bangkok, wo die Toyota Limousine auf uns wartete. Wie gross war doch die Freude unsere Thai-Freunde, dass es mit uns trotz Laos geklappt hatte.

Nacht-Markt in Kanchanaburi, Morgens um 4 Uhr
Bereit zur Abfahrt
Hektik auf dem Markt in Kanchanaburi:
Hoffentlich trifft der Metzger das Fleisch und nicht ...
 
Gemüse und Pilze
Mit dem Roller werden die Einkäufe auf die Autos verteilt

Etwa um 3 Uhr früh machten wir unseren ersten Halt in "Kanchanaburi", einem grösseren Provinzort westlich von Bangkok. "Bunkern" sagt man dem bei den Seeleuten, was wir vorhatten. Gemäss einer langen Liste kauften wir auf dem dortigen Strassen-Grossmarkt ein, was 15 Personen in den nächsten 3 Tagen verzehren wollten. Zu dieser frühen Zeit waren nur Gross-Händler unterwegs, die halbe Schweine, Rinder oder sackweise Hühnchen-Teile oder Fische etc verkauften und kauften. Für mich war dies eine einmalige Gelegenheit, das Leben auf dem Markt zu dokumentieren, wobei ich rücksichtvoll die Metzger vorher darauf aufmerksam machte, dass ich blitzen werde. Ich wollte nicht schuld an fehlenden Fingern sein.

Kurz nach Sonnenaufgang langten wir an unserem Ziel dem "Lake Srinakarin" ein, wo wir wie letztes Jahr ein Hausboot bezogen. Mühsam war das Laden unserer Lebensmittel und der vielen Getränke, denn wir mussten über einen etwa 2 m langes und nur 20 cm breites Brett auf Deck balancieren. Mein Gleichgewicht war nicht mehr so gut und ich musste mir helfen lassen. Ob dies noch eine Nachwirkung meiner Narkose war? Um 09:30 stachen wir in See. Ich pumpte meine Luftmatratze direkt auf Deck auf und begann mich mit einem klurzen Nickerchen von Laos zu erholen.

Schiffs-Leben auf dem Srinakarin-Lake
Unser Hausboot
Mr. Säd, unser Profi-Fischer und Reiseleiter
 
So wohnen die Einheimischen in ihren Boots-Häusern
Freude über den grossen Fang

In den 2 resp. 3 Tagen fuhren wir mit unserem Hausboot mehrere schöne Buchten an, wo wir im lauwarmen Wasser baden konnten. Drei unserer Thai-Männer fischten, was das Zeug hielt und bereicherten unseren Speiseplan mit allerlei Meeresgetier, darunter auch einen etwa 50-70 cm grossen Punkt-Fisch (diesen Namen erhielt er von mir, weil er 4 grosse Punkte auf seinem Bauch aufwies.)

In Thailand gibt es ja tausende von Tempel. An den unmöglichsten Orten trifft man auf ein solches Bauwerk. Auch hier im Srinakarin-Nationalpark, weit und breit keine Zivilisation, tauchte auf einmal am Horizont das Dach eines glitzernden Tempels auf. Er und auch der 15-20 m hohe Buddha waren aus Chromstahl gefertigt. 2 Mönche lebten dort und gaben uns in einer buddhistischen Zeremonie ihren Segen. Selbstverständlich habe auch ich daran teilgenommen, und meinen Obulus abgegeben, was die Mönche bewog, sich näher nach mir zu erkunden: "Where do you come from?"

Eindrücke auf dem Srinakarin-Lake
Ein Tempel weitab der Zivilisation
Gläubige beim Gebet
 
Mönch beim Gebet
Leben auf dem Wasser
 
Wunderbarer Naturschutzpark (Man beachte die Spiegelungen)

Im Gegensatz zum letzten Jahr, als es nachts empfindlich kühl wurde, war es diesmal die ganze Zeit heiss, sehr heiss. Die Temperatur blieb auch nachts im warmem Bereich. Einen Schlafsack und gar eine Polo-Daunenjacke, die ich bei mir hatte, brauchte ich diesmal nicht. Ich schlief direkt auf der Luftmatratze, nur in einer leichten kurzen Hose und einem Shirt.

Die abschliessende Rückfahrt auf dem See verschob sich bis nach Sonnenuntergang. Links und rechts vom See sahen wir rot-leuchtende Waldbrände, die sich bei der Hitze selbst entzündet haben. Um 3 Uhr früh langten wir in Bangkok an, wo wir endlich wieder einmal in einem normalen Bett schlafen konnten.

Mo, 25. Jan. - 29. Jan. 2010: Visa-Trip nach Laos Laos: 22-30°C

Mein diesjähriger Aufenthalt in Thailand dauert wegen meiner krankheitsbedingten verspäteten Einreise nur 4 Monate. Da ich trotzdem länger als 3 Monate in Thailand bleibe, reicht das normale 3-Monatsvisum nicht aus. Aus diesem Grnd habe ich ein sog. "reentrant Visum". Dieses erlaubt die 2malige Einreise mit je 3 Monaten Aufenthalt. In der Praxis bedeutet dies, dass ich innerhalb der ersten 3 Monate Thailand verlassen muss, um wieder einen Aufenthaltsstempel für weitere 3 Monate zu erhalten. Diese Aus-/Einreise nennt man "Visa-Trip". Es ist nirgend festgeschrieben, nach welcher Zeit man zum zweiten Mal einreisen darf.


Max, war immer dabei

Letztes Jahr habe ich im Rahmen meines Visa-Trips "Kambodscha mit Angkor What" besucht. Dieses Jahr stand das zweite Indochina-Land auf dem Plan: Laos mit der Hauptstadt "Vientiane" und dem von der Unesco im 1995 zum Weltkulturerbe erklärte "Luang Prabang".

10 Tage lag Pat, meine Begleiterin und Dolmetscherin, wegen Magenproblemen und -Schmerzen im Spital. Am Sonntag wollte sie wegen der Laos-Reise unbedingt nach Hause entlassen werden, auch wenn sie sich noch vor Schmerzen krümmte. Die Aerzte liessen sie wiederwillig ziehen. Ob dies gut gehen wird, fragte ich mich? Ich kann es vorweg nehmen. Innert weniger Stunden klangen die Schmerzen ab und sie war die ganze Zeit ohne irgendwelcher Beschwerden. Man merke: Auch die nach aussen immer so fröhlichen Thais haben Sorgen und fressen diese in sich hinein. Folge: Magenprobleme.

Am Montag starteten wir mit einer ATR-72, einer italienisch-französischen Flugzeugkonstruktion, der Lao Airline von Suvarnabhumi (Bangkok) zu einem 1Std 20Min.-Flug auf den Intercontinental-Flughafen von Vientiane, der Hauptstadt von Laos. Die Gegensätze hätten nicht grösser sein können. Auf der einen Seite der "Weltflughafen in Bangkok" und hier in Vientiane ein (Regional-)Flughafen, mit normaler Piste, aber kleinstmöglichem Abfertigungsgebäude bestehend aus 2 Abflug-Warteräume, einer für Inland- und der andere für Auslandflüge. Unser Flugzeug war das einzige weit und breit. Man spazierten zu Fuss vom Flugzeug ins Abfertigungsgebäude. Es gab keine Flughafen-Busse

Nun kam aber bereits die zweite Ueberraschung: Noch im Flugzeug mussten wir 4 detaillierte Formulare ausfüllen: Eines wegen der Schweinegrippe, eines mit den Einreise-Informationen, eines für den Zoll und eines für das Visum. Ich war vom Reisebüro und aus den Reiseführern vorgewarnt, ein Aufenthalts-VisumVisum zu 35 US-$ auf dem Flughafen lösen zu müssen. Bereits in der Ankunftshalle wurde eine Triage erstellt: Die Thais wurden durchgewunken, sie brauchten als Nachbarland kein Visum, dies war mir bekannt. Dann zeigte ich den Schweizer Pass und wurde auch durchgewunken "As Swiss you need no Visum!" Und bereits hatte ich vom freundlichen Immigration Officier den 10-Tages-Aufenthaltsstempel im Pass (ohne Kosten). Mein liebevoll ausgefülltes Visum-Begehren wullte der Beamte gar nicht sehen.

Noch etwas zu Laos. Laos ist der einzige Binnenstaat Südostasiens, also ohne Meeranstoss. Er grenzt an China, Vietnam, Kambodscha, Thailand und Myanmar und hat sechs Millionen Einwohner auf einer Fläche von 236.800 km². Laos gehört wie auch Kambodscha zu den ärmsten Ländern der Erde. Die kommunistische, autokratische Laotische Revolutionäre Volkspartei regiert den Einparteienstaat seit ihrer Machtergreifung 1975. In den letzten Jahren hat sich das Land immer mehr geöffnet. Wenige Tage vor unserem Eintreffen haben die Laoten sogar die ASEAN-Games 2010 organisiert und über TV weltweit übertragen. Für dieses Grossereignis wurde die Haptstadt piquefein herausgeputzt. Viele Strassen wurden asphaltiert und die Strassenbezeichnungen französisch/laotisch erneuert. Vermutlich kommt aus dieser Zeit auch die mir zugute kommende Visa-Befreiung.

1. Tag: Vientiane

Angekommen im Flughafen wurden wir von unserem englisch-sprechenden Laos-Guide abgeholt und in unser Hotel "Don Chan Palace" gebracht. Mit Absicht habe ich für diese Reise nur Spitzenhotels gebucht, denn die Hotel-Qualität in Laos soll und dies hat sich auch bestätigt, gemäss Reiseführer 2-3 Stufen tiefer sein, als wir es gewohnt sind. Leider wirkte das Hotel "Don Chan Palace" mit seinen 14 Stockwerken direkt am Mekong liegend wie ein Fremdkörper in der Stadt. Wir waren im 9. Stock untergebracht und konnten von hier aus beobachten, wie die Laoten mit unzähligen Lastwagen und Baggern den Flussverlauf des Mekong vertieften und auf beiden Seiten Meter-hohe Dämme aufschütteten. Dies, weil in den zwei vergangenen Regenzeiten der Mekong die halbe Hauptstadt unter Wasser setzte. Auch unser Hotel "Don Chan Palace" muss etwa 1 Meter unter Wasser gestanden sein.

Vientiane ist mit 400'000 Einwohnern nicht nur die Hauptstadt von Laos, sondern auch die grösste Stadt. Sie liegt in Sichtweite von Thailand am Mekong . Anders als in Luang Prabang ist das Stadtbild von der jüngeren Geschichte geprägt. Sozialistische Bauten reihen sich an chinesische Ladenhäuser, und nur vereinzelt erinnern französische Villen daran, dass bis vor wenigen Jahrzehnten eine andere Nation das Sagen hatte.

Eindrücke aus Ventiane, der Hauptstadt von Laos
Wandelgang im Sisaket-Tempel
Berühren des Buddha bringt Glück
 
Buddha mit Frangipani-Blüte
Naga-Schlange als Wächter bei Eingängen

Unweit vom Hotel machten wir unsere erste Bekanntschaft mit ein paar berühmten Sehenswürdigkeiten:

Was einem in Laos immer wieder auffällt, dass durch die unzähligen Kriege viele der Bau- und Kunstwerke zerstört oder arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. So wurde zum Beispiel das "Ho Phra Keo" erst zwischen 1936-1942 wieder aufgebaut. Aus Geldmangel verwittern aber die Aussenwände sehr stark. Dadurch kommt keine Stimmung auf, wie sie in Thailand von allen Tempeln ausgeht.

Was einem auch auffällt ist die Hinterlassenschaft der französischen Kolonialmacht. Die Villen im Zentrum, die entweder durch Behörden genutzt werden oder am zerfallen sind. Es scheint auch, als ob das Französisch immer noch die Zweitsprache der Behörden ist, denn alle staatlichen Behörden und die Strassenbezeichnungen sind neben der laotischen auch in französischer Sprache angeschrieben.

2./3. Tag: Transfer mit Flugzeug nach Luang Prabang, Besichtigungen und Mekong-Fahrt

Bereits bei unserem Flug nach Vientiane sind sie uns aufgefallen: Die Deutsche Reisegruppe. Es ist wie bei uns Schweizern. Einzeln sind sie erträglich, aber in Gruppen unausstehlich. Wie weh hat es doch getan, als aus der ruhigen, fast besinnlichen Atmosphäre im Flughafengebäude, eine deutsche Bierhaus-Stimmung aufkam. Jeder wusste es besser und hatte eine grössere Fotoausrüstung, meist vergleichbar mit dem Volumen seiner Frau, die nur schwer Platz auf einem der Stühle in der Abfertigung fand und sich darob lauthals aufregte.... Glücklicherweise sassen wir nicht in ihrer unmittelbaren Nähe im Flugzeugt, das uns in einem 40- Minuten-Flug nach Luang Prabang bringen sollte.

Impressionen aus Luang Prabang
Vat Xieng Thong Tempel
Es gibt auch Mönche in braunen Tüchern
 
Einer der schönsten Buddhas im Vat Xieng Thong Tempel
Mönch beim Studium

Mr. Liter war unser Guide in Luang Prabang und hat uns wirklich aufs beste betreut und mit vielen Tips eingedeckt. Manchmal war es erheiternd, wenn er laotischer Propaganda zitierte. So wollte uns weissmachen, dass der Flughafen in Vientiane grösser als der von Bangkok sei. Zuerst meinte ich, er mache einen Witz, aber dann stellte ich fest, dass er dies ernst meinte. Ich konnte es nicht verkneifen, ihn auf asiatische Art darauf aufmerksam zu machen, dass auf dem Bangkok-Flughafen jederzeit unzählige Flugzeuge bereitstehen, um Passagiere aufzunehmen. (In Vientiane und auch Luang Prabang war nur unser Flugzeug zu sehen, später kam dann noch ein weiteres dazu.) Er wollte mir auch keine richtige Auskunft über den letzten demokratisch gewählten Ministerpräsidenten "Prinz Souvana Phouma" geben. "Ja, der sei soviel er weiss, in Frankreich gestorben". Er wird scheinbar von der Propaganda totgeschwiegen.


Reisanbau auf terrassiertem Gelände

Untergebracht waren wir in einem "schnuckeligen" Laos Hotel namens "Vang Thong" mitten in Luang Prapang. Als wir ankamen, fiel uns auf, dass das Personal keine Schuhe anhatte. Ob wir nun auch diese ausziehen sollten? Nein, diese Regel gelte nur fürs Personal. Es war ein wunderschönes Hotel mit prächtigem Zimmer, aber ohne Tresor!.

Klein, lieblich und reizvoll gelegen ist die alte Königsstadt bis heute, nur können Touristen inzwischen besser anreisen. 1995 wurde Luang Prabang von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Die Vats, historische Bauwerke und Kulturlandschaften erfahren seither ein unbekanntes Mass an Aufmerksamkeit. Luang Prabang hat 30'000 Einwohner und liegt etwa 380 km nördlich von Vientiane auf einer Landzunge am Zusammenfluss von "Mekong" und "Nam Khan", rundherum recht hohe Berge. Zu unserer Zeit war es am frühen Morgen immer neblig. An einem Tag, dem Mekong Ausflug" hat es sogar leicht geregnet. Die Stadt war einst Sitz der Könige Laos. Von den ehemals 65 Klöstern im 18. Jhr. sind noch etwa die Hälfte mit 2'000 Mönchen in Betrieb.

Was bedeutet UNESCO Weltkulturerbe? Nach UNESCO Vorgaben wurden in den vergangenen Jahren viele der alten Gebäude saniert, die Ufer vom "Mekong" und "Nam Khan" befestigt und sämtliche Strassen der Altstadt mit Bürgersteigen und Laternen versehen. Wer ein Haus baut, muss es nach einem der drei traditionellen Stilen gestalten. Auch Umbauten unterliegen strengen Richtlinien. Der Unesco ist es gelungen, das alte Gesicht der Stadt zu bewahren.

Der "Vat Xieng Thong" ist der älteste Kloster der Stadt und stammt noch aus dem 16. Jh. Er repräsentiert wie kein zweites den klassischen Architektur-Stil von Luang Prabang. Eindrücklich für mich war die sog. Begräbniskapelle. Darin ist der königliche Begräbniswagen des Sisavangvong, des Vaters vom letzten König Savang Vatthana untergebracht. Auf ihm wurde der Verstorbene in Embryonalstellung in dem grossen Gefäss so lange aufbewahrt, bis er zur Kremation gebracht wurde. König Sisavangvong wurde 1960 ein Jahr nach seinem Tode kremiert und seine Asche erst 1965 im Vat That Luang beigesetzt.

Sein Sohn und letzter König von Laos König Savang Vatthana wurde 1977 von der kommunistischen "Pathet Lao" unter dem Vorwurf der Konterrevolution samt seiner Frau, dem Kronprinten und weiterer Familienmitglieder in ein sog. Umerziehungslager verschleppt, wo er 1980 starb. Ueber den Verbleib der restlichen Königsfamilie hüllt sich das derzeitige Regime in Schweigen.

Der "Vat Pak Khan" ist mit seinen 50 Novizen die grösste Klosterschule in Luang Prabang. Der Buddha im Haupttempel ist meiner Meinung nach einer der schönsten in ganz Asien.

Impressionen vom Mekong
Handarbeit am Webstuhl
Pak Ou Höhle:
Man beachte den Wasserstandspfeil vom Hochwasser 2008
 
Pak Ou Höhle: Gläubige beim Gebet zu Buddha
Fischerin im Mekong

Am 2. Luang Prabang Tag ging es mit einem der schlanken Boote den Mekong hoch zu den Tempeln in den "Pak-Ou-Höhlen" (Tham Ting). 2 Stunden dauerte die Fahrt, nur kurz für 30 Minuten beim Whisky-Village "Ban Xang Hai" unterbrochen, wo seit Jahrhunderten Reisschnaps hergestellt wird. Die Höhlentempel in etwa 20 m Höhe über dem Mekong sind eindrücklich. Und wenn man dann noch erfährt, dass der Mekong in der Regenzeit des Jahres 2008 bis auf diese Höhe Hochwasser führte, dann erschauert es einem.

Der gesamte Handel unter den Einwohnern von Luang Prabang geschieht auf den Märkten. Geschäft gibt es (noch) keine. Bereits am Morgen früh öffnet ein groser Lebensmittelmarkt beim Königspalast. Man fühlte sich als Europäer in einer anderen Welt, denn hier spiegelte sich die Armut wieder. Kein Ueberfluss. Fische und Fleisch, garniert durch unzählige Fliegen, Gemüse und Früchte waren nicht unbedingt Appetit-anregend. Wen wundert es, dass man sich hier schnell etwas auflesen kann.

Für die vielen Fremden gibt es die üblichen grossen Nachmittags- und Night-Markets, wo man gewobene und genähte Handarbeiten recht günstig erwerben konnte. Aber brauchte man diese Sachen auch?

Impressionen von den Märkten in Luang Prabang
Ein Lebensmittel-Markt in Luang Prabang
Laotische Hygiene: ohne Fliegen geht nichts
 
Schöne Handarbeiten
Charakterkopf

4. Tag: Rückflug nach Bangkok

Wir waren nicht unglücklich, dass es bereits wieder nach Hause ging. Laos hat uns nicht aus den Socken gehauen. Vielleicht haben wir auch zu viel erwartet? 2 Stunden dauerte der Flug mit der Bangkok-Airway bis ich vom thailändischen Immigration Officer den Stempel für weitere 3 Monate in Thailand erhielt. Im Flugzeug gab es zu unserer Ueberraschung ein wunderbares Essen in einer 10x20cm Verpackung nach Thai-Art, das beste der letzten 4 Tage. Man ist bereits mit wenigem zufrieden!

Zusammenfassung


Früh übt sich, wer ein Meister werden wird: Feilschen um Preis

Bevölkerung und Verkehr: Die Leute sind sehr liebenswert und freundlich, nie aufdringend. Die Armut ist gross, was wir am Morgenmarkt mit eigenen Augen sehen konnten. Der Verkehr ist im Gegensatz zu Thailand und Kambodscha sehr moderat und ruhig. Die Roller fahren recht anständig, fast europäisch, wobei ich erfahren habe, dass diese 100-125ccm Roller aus China kommen (zu 700 US-$ resp. 450 €) und nicht belastet werden dürfen, weil sie schnell kaputt gehen. Die in Thailand gefertigten Honda-Roller seien besser, aber kosten das doppelte.

Verpflegung: Mit dem Essen in Laos waren wir unzufrieden, obwohl wir nur in die besten Lokale geführt wurden. Es gab jedes Mal dasselbe 4-Gang-Menue. Ich formulierte dies im Kritikblatt des Veranstalters mit asiatischer Würde: "Würde ein bisschen mehr Variabilität beim Essen begrüssen". Einmal kurz vor Abreise nach Bangkok haben wir "wild" am Mekong in einem Freiluft-Kaffee eine grosse Portion Frühlingsrollen und 2 Kaffee bestellt und haben dafür 3 US-$ (=€2) bezahlt. Dies war unser bestes Essen in Laos.

Sehenswürdigkeiten: Die Tempel in Laos und speziell in Luang Prabang sind schön, aber nur im Inneren. Aussen nagt an ihnen der Zahn der Zeit. Zu jedem Tempel wird Eintritt verlangt. Die Farben sind nicht mehr existent. In Thailand wird viel mehr geboten, zudem zahlt man dort meistens keinen Eintritt.

Was einem besonders auffällt sind die unzähligen Mönche jeder Altersstufe, von den Novizen bis zu den Oldies. Man sieht sie zu jeder Tages- und Nachtzeit in Luang Prabang herumziehen. Von 30'000 Einwohnern in Luang Prabang sind 2'000 Mönche. Ich sah sogar einen am Bancomaten, was mit Armut nicht mehr im Einklang zu bringen ist. Ich nehme an, dass einige oder viele dieser Mönche aus Armut ins Kloster gehen. Hier können sie überleben und dabei noch etwas lernen.

Shopping: Handarbeiten sind sehr schön, aber ob man so etwas zu Hause brauchen kann? Die Shirts und Hemden sind allesamt alte Modelle, vielleicht sogar auch aus China. Ich jedenfalls fand nichts, das mich befriedigte.

Kambodscha mit Angkor What ist eine Reise wert, Thailand ohne Zweifel auch. Aber Laos? Wenn man die medizinischen Risiken wegen fehlender Spitäler und medizinischer Versorgung, sowie existierendem Malaria-Risiko etc berücksichtigt, kann man auf diese Reise verzichten. Oder eben wie wir nur 4 Tage resp. 3 Nächte buchen.

Sa, 23. Jan. - So, 24. Jan. 2010: Die Schweinegrippe ist beendet, es lebe die nächste Sensation — Mein Visa-Trip nach Laos Hua-Hin: 22-30°C
So, 17. Jan. - Fr, 22. Jan. 2010: Bin im neuen Haus eingerichtet — Miete eines Hauses für den kommenden Winter Hua-Hin: 22-30°C
Detaillierte Bilder im Grossformat durch anklicken
Aussenansicht mit den vielen
schattenspendenden Pflanzen
Esszimmer
Eines der 3 Schlafzimmer
WC und Dusche
Grundriss des Hauses
 

Fr, 8. Jan. - Sa, 16. Jan. 2010: Wieder in Hua-Hin — Hilfe, mein Haus ist ein Thai-Haus: ein Elend, kein Wasser Bangkok: 26-33°C
Hua-Hin: 22-32°C